Kompressionstherapie

Kurzübersicht:

Einteilung in
Entstauungsphase und Erhaltungsphase

Unter Kompressionstherapie versteht man in der ML/KPE (Manuelle Lymphdrainage/ Komplexe Physikalische Entstauungstherapie) das Anlegen und Tragen von Kurzzugbinden auf geeignetem Polstermaterial zur Verbesserung des lymphatischen und venösen Rückflusses.

Einerseits wird die eigenständige Pumpwirkung der Lymphgefäße und der Venen unterstützt, andererseits wird die im Gewebe gestaute Lymphflüssigkeit abtransportiert, das Gewebe somit entlastet, der Stoffwechsel verbessert, und ein Rückstau verhindert, zumindest für die Dauer der Anlage.

Somit ist die Kompressionstherapie eine der unverzichtbaren Säulen der ML/KPE

Anwendung:

Es bieten sich uns hier 2 Möglichkeiten an:

Kompressionsbandagierung:

Hier wird aus Polstermaterialien und Kurzzugbinden eine Bandage erstellt, die ausnahmslos vom Fußballen, im falle eines Lymphödems mit positivem Stemmer’schem Zeichen, sogar bei der Bandage der einzelnen Zehen, beginnt.

Je nach ärztlichem Befund und Diagnose, wird sie fortgeführt bis mindestens unterhalb des Kniegelenks meistens jedoch bis in die Leiste.

Je nach Stadium des Ödems und Konstitution des Patienten, werden unterschiedliche Hilfsmittel benötigt.

Auch die Anzahl der Kurzzugbinden  hängt davon ab.

Wichtig ist, daß der Druck, also die Festigkeit der Bandage gleichmäßig vom Fuß zur Leiste abnimmt.

Diese Bandagen sollten auch Nachts, bis zum nächsten Morgen getragen werden.

dann können sie abgewickelt werden, um der Körperpflege nachkommen zu können, vor allem auch der Hautpflege.

Sie gehört auch zu den unverzichtbaren Säulen der KPE.

Die Haut neigt Kompressionsverbänden zur Austrocknung.

Daher empfiehlt es sich leicht einziehende und gut rückfettende Cremes oder Lotionen zu verwenden.

Auch sollte gerade dann –in der Kompression- viel Bewegung stattfinden: z.B.: Wandern, Fahrradfahren, Gymnastik., um gerade jetzt die Muskelpumpe erfolgreich zur Entstauung von Lymphödemen, bzw. zum Abbau von Lipödemen zu nutzen.

Die 2. Möglichkeit der Kompression greift nach einiger Zeit Bandagierung, wenn die Umfänge der Extremitäten sich nicht mehr so rasch verringern.

Hier folgt die Bestrumpfung nach Maß:

Kompressionsstrümpfe, meist noch abwertend als „Gummistrümpfe“ bezeichnet, sind genauso unverzichtbar, wie die Bandagen.

Jedoch bestehen einige Unterschiede:

Im Gegensatz zur Bandage, darf ein Kompressionsstrumpf Nachts nicht getragen werden, da er sowohl Quer- als auch Längszug besitzt, und so in der reduzierten Bewegungslage keine klaren, ja sogar widersprüchliche Entstauungsimpulse auf die Lymphgefäße geben kann.

Lediglich eine Möglichkeit gibt es ohne Kompressionshilfen, Entstauung und Lipödem – Abbau zu erreichen:

Bewegung im Wasser

Durch die Auftriebskraft des Wassers entstehen hier Kompressions-vergleichbare Zustände.

Diese Möglichkeit ist aber nur selten teil der ML/KPE.

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